Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich vor knapp acht Jahren selbst vegan wurde. Damals war ich gerade zum zweiten Mal Mutter geworden und hatte bereits ein dreijähriges Kind. Es wäre gelogen zu sagen, dass ich mich vorher nicht schon mit Tierethik beschäftigt hätte.
Sagen wir es so: Ich war ziemlich gut im Verdrängen. Aber beim zweiten Mal Stillen wurde mir plötzlich etwas klar. So wie bisher wollte ich nicht weitermachen. Ich würde keine Muttermilch einer anderen Spezies trinken, auch nicht in Käseform. Von einem Tag auf den anderen habe ich alle Tierprodukte aus meinem Alltag gestrichen. Mehr oder weniger heimlich habe ich diesen neuen Lebensstil einige Wochen ausprobiert. Schaffe ich das? Wie wird das gehen? Wird mir etwas fehlen? Kann ich das auch langfristig umsetzen?
Was soll ich sagen: Ich bin dabei geblieben.
Und natürlich hat auch unser damals dreijähriges Kind mich gefragt:
„Mama, warum kaufen wir keine Milch mehr?“ „Mama, warum kaufen wir keine Eier mehr?“
Wir sind umgeben von Tierprodukten. Sie wirken wie das Normalste auf der Welt.
Also habe ich meinem Kind erklärt, dass ich verstanden habe, was es für die Tiere wirklich bedeutet,
wenn wir Milch, Eier oder Fleisch kaufen.
Und gleichzeitig habe ich gemerkt, wie herausfordernd es ist, dafür die richtigen Worte zu finden. Ehrlich zu sein, ohne zu überfordern. Klar zu bleiben, ohne Angst zu machen.
Vielleicht kennst du das auch. Diese kleinen Fragen im Alltag,
auf die es keine einfachen Antworten gibt. Oder wenn doch, wären sie einfach nur schokierend.
Ich habe schnell gemerkt, es geht gar nicht darum, alles perfekt zu erklären.
Sondern darum, einen Anfang zu finden. Also habe ich angefangen, nach Antworten zu suchen.
Nicht nach perfekten Erklärungen, sondern nach etwas, das mein Kind verstehen kann, ohne dass es Angst bekommt. Ich habe gezielt nach veganen Kinderbüchern gesucht.
Nach Geschichten, die dabei helfen, diese Fragen sanft zu begleiten.
Aber ich habe schnell gemerkt: So viele Bücher, die unsere Lebensrealität widerspiegeln, gibt es gar nicht.
Kinder wachsen in einer Welt auf, in der Tierprodukte ganz selbstverständlich sind. Umso wichtiger wäre es, dass sie sich auch in Geschichten wiederfinden dürfen,
die zeigen: Es geht auch anders.
Während meines Filmstudiums habe ich mich lange mit dem Geschichtenerzählen beschäftigt, damit, wie Geschichten wirken. Was sie in uns auslösen.
Und das gilt natürlich ganz besonders für Kinder.
Und vielleicht ist es genau das, was gefehlt hat: Geschichten, die unsere Werte tragen.
Die Mitgefühl zeigen und Kinder einladen, selbst zu fühlen und zu verstehen.
Also habe ich 2022 den veganen Kinderbuchverlag gegründet.
Mit der Idee, Geschichten zu schaffen, in denen Kinder ihre eigene vegane Lebensrealität wiederfinden können. Und die gleichzeitig neue Perspektiven öffnen.
Denn Kinder müssen nicht alles auf einmal verstehen.
Aber sie können fühlen, was fair ist. Und manchmal reicht dafür eine Geschichte.
Unsere Kinder wissen natürlich, dass die veganen Kinderbücher bei uns zu Hause aus meinem Verlag kommen. Aber sie sehen auch, dass es da draußen ganz viele Familien wie wir gibt, die genau diese Geschichten vorlesen. Und vielleicht ist genau das das Wichtigste:
Zu merken, dass man mit seinen Werten nicht allein ist.
Dass Mitgefühl Platz hat in dieser Welt. Und dass es Geschichten gibt, in denen genau das ganz selbstverständlich ist.
Wenn du dir wünschst, dein Kind in genau solchen Geschichten wiederzufinden –
und gleichzeitig sanft neue Perspektiven zu öffnen,
dann findest du hier unsere Kinderbücher, die genau dafür entstanden sind.
Denk daran: Du bist nicht allein.
Und auch nicht mit all den Fragen, die dich und dein Kind begleiten.
Und falls du ganz konkret ein begleitendes Buch zu einem bestimmten Thema suchst,
findest du hier ein paar Anregungen:
Zum Thema Milch:
Mandeln melken
Zum veganen Alltag mit Kindern:
Irma unterwegs – drei Geschichten aus dem Leben einer veganen Familie
Für einen Perspektivwechsel:
Tiere backen einen Kuchen
